Warum „falsches“ Betriebliches Gesundheitsmanagement die Unternehmenskultur zerstören kann







 
 

Warum „falsches“ Betriebliches Gesundheitsmanagement die Unternehmenskultur zerstören kann.

Betriebliches Gesundheitsmanagement und gesundheitliches Engagement des Arbeitgebers wird von Arbeitnehmer nicht immer als Segen empfunden, sondern kann im ungünstigsten Fall als Bürde gesehen werde. Die Folgen sind diametral zu dem was Betriebliches Gesundheitsmanagement eigentlich leisten soll. Die Fehlzeiten steigen, die Motivation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sinkt und die gesamte Unternehmenskultur leidet.

 
 
 

Wann wird BGM von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen als störend empfunden?

Die Antwort auf diese Frage liefert eine Studie der Hochschule Fresenius in Idstein/Taunus im Jahre 2018. Die Studie stellt fest, dass Mitarbeiter BGM als negativ empfinden, wenn die entsprechenden Maßnahmen alleine im Sinne der Steigerung der personellen Leistungsfähigkeit angeboten werden. Wenn die Belegschaft das Gefühl vermittelt bekommt, dass BGM-Angebote ausschließlich zur betriebswirtschaftlichen Optimierung der Mitarbeiter angeboten werden, sind die Maßnahmen weder erwünscht noch im Sinne eines effektiven Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

 
 
 

Warum ist Betriebliches Gesundheitsmanagement dennoch wichtig für die Arbeitnehmer und den Unternehmenserfolg?

Die Studie stellt fest, dass die Krankschreibungsquote in den vergangenen zehn Jahren um rund 30 Prozent gestiegen.

Zudem haben Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems, psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen gegenüber 2008 um 125 Prozent zugelegt.

Dies zeigt, dass sowohl auf Seiten des Arbeiternehmers eine Nachfrage besteht als auch auf Seiten des Arbeitgebers ein großes Potential. Diese Entwicklungen werden sich wohl in den nächsten Jahren in der Gesamtheit der Unternehmen fortsetzen.

Jedes einzelne Unternehmen kann diesen Trend, innerhalb der Organisation, jedoch stoppen.

 
 
 

Wie kann Betriebliches Gesundheitsmanagement einen positiven Beitrag für Arbeitnehmer und Arbeitgeber leisten?

Zunächst ist wichtig festzustellen, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement immer nur Teil einer Gesamtstrategie zur Verbesserung der Unternehmenskultur sein kann.

Betriebliches Gesundheitsmanagement kann nur effektiv sein, wenn die Grundpfeiler für eine gesunde Unternehmenskultur vorhanden sind. Diese Grundpfeiler sind offene Kommunikationsprozesse, ein vertrauensvoller Umgang und eine gute Führung. Betriebliches Gesundheitsmanagement kann dann, sollten diese Dinge vorhanden sein, einen effektiven Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.

Unternehmen, die BGM alleine unter den Gesichtspunkten der betriebswirtschaftlichen Optimierung sehen, werden langfristig keinen Erfolg haben. Dies macht die Studie deutlich.

Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin ist Zielobjekt der Maßnahmen und sollte deshalb im Zentrum stehen. Stehen die Mitarbeiter und deren gesundheitliche Bedürfnisse im Vordergrund der Maßnahmen, so wird sich auch der wirtschaftliche Erfolg einstellen. Ein ROI von 1:3 ist, laut internationaler Studien, in nahezu jedem Unternehmen möglich.

 
 
 

Warum darf die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen nicht unbeachtet bleiben?

Die Studie zeigt einen großen Zielkonflikt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Zum einen wird BGM nur erfolgreich sein, wenn Mitarbeiter nicht allein aus wirtschaftlichen Gründen gesundheitlich gefördert werden sondern auch aus unternehmenskulturellen Gründen.

Zum anderen ist die Frage der Wirtschaftlichkeit in kompetitiven Märkten jedoch essentiell.

Eins wird langfristig den Unterschied zwischen erfolgreichem und nicht erfolgreichem Betrieblichen Gesundheitsmanagement machen: die Kommunikation.



Quellen:

https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/lifestyle/studie-wie-sich-fehltage-in-unternehmen-reduzieren-lassen/24231602.html

 
 
 

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