BGM wird durch die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnen







 
 

Warum wird Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Arbeitswelt der Zukunft nicht mehr wegzudenken sein?

Die Frage der Bedeutung Betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Arbeitswelt der Zukunft ist nicht zu betrachten ohne allgemeine Entwicklungen im Bereich der Arbeitswelt näher zu beleuchten. Die wohl stärkste Wirkung auf die Arbeit der Zukunft wird die Digitalisierung sein.

 
 
 

Welche Entwicklungen in der Arbeitswelt von morgen lassen sich bereits heute antizipieren?

Die Digitalisierung birgt sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer viele Chancen, jedoch auch viele Herausforderungen. Die Studie des McKinsey Global Institute geht davon aus, dass jeder 5. Arbeitsplatz durch die Digitalisierung automatisiert werden könnte. Insbesondere Arbeitsplätze und Tätigkeiten mit geringen Qualifikationsvoraussetzungen werden durch die Digitalisierung entfallen. McKinsey beziffert den voraussichtlichen Arbeitsplatzverlust auf bis zu 9 Millionen Jobs bis 2030. Eins lässt sich jedoch doch auch mit Sicherheit sagen: Es werden durch die Digitalisierung zahlreiche neue Tätigkeiten und damit einhergehend Arbeitsplätze entstehen. McKinsey prognostiziert eine Entstehung von bis zu 10 Millionen Jobs bis 2030. 4 Millionen Jobs werden dabei gar in völlig neuen Berufen entstehen, die die heutige Arbeitswelt noch gar nicht kennt. Diese Jobs werden eine höhere Qualifikation voraussetzen als diejenigen Jobs, die im Zuge der Digitalisierung verschwinden werden. Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen werden somit für viele Arbeitnehmer wohl zukünftig unerlässlich werden. Genau an dieser Stelle kann (digitales) Betriebliches Gesundheitsmanagement einen positiven Beitrag leisten.

 
 
 

Was deutet dieser Wandel für Betriebliches Gesundheitsmanagement?

Eins lässt sich jedoch auch mit Sicherheit sagen: Dieser Wandel wird viele Arbeitnehmer fordern. Stress, psychische Belastungen und physische Beschwerden werden voraussichtlich stark zunehmen, wenn keine (betriebliche) Prävention stattfinden wird. Dies gilt es in jedem Fall zu vermeiden, denn die Kosten pro Fehltag pro Mitarbeiter lassen sich auf 114€- 317€ beziffern. Somit werden Unternehmen, die nicht in die körperliche wie geistige Gesundheit Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen investieren, mittelfristig mit steigenden Kosten und langfristig mit starken Wettbewerbsnachteilen konfrontiert werden. Bereits heute fühlen sich 6 von 10 Deutschen gestresst. Diese Belastung führt, laut einer Studie der Pronova BKK, insbesondere zu physischen Erkrankungen wie Rückenschmerzen (63%) und Müdigkeit/Trägheit (63%). Sowohl physische wie auch psychische Erkrankungen belasten die Produktivität und Motivation des gesamten Unternehmens. Betrieblichem Gesundheitsmanagement kann somit insbesondere in der Arbeitswelt der Zukunft eine bedeutende Rolle zugesprochen werden. Insbesondere die Prävention physischer wie physischer Belastungen wird weiterhin an Bedeutung gewinnen.

 
 
 

Was gilt es für Unternehmen zu tun?

Unternehmen müssen stärker in ihr wichtigstes Asset, ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, investieren. Dieser Investitionsbedarf wird sich insbesondere im Bereich der Fort- und Weiterbildung abzeichnen. Zudem wird es auch eines erheblichen Investitionsvolumens in die gesundheitliche Förderung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bedürfen. Denn eins ist bereits heute Gewissheit: den erfolgsentscheidenden Unterschied werden auch in Zukunft Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen machen.



Quellen:

https://www.mckinsey.de/news/presse/2019-06-06-future-of-women-at-work

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitswelt-und-Arbeitsschutz-im-Wandel/Arbeitsweltberichterstattung/Kosten-der-AU/pdf/Kosten-2017.pdf?__blob=publicationFile&v=4

https://www.tk.de/resource/blob/2026630/9154e4c71766c410dc859916aa798217/tk-stressstudie-2016-data.pdf

https://www.pronovabkk.de/presse/pressemitteilungen/studie-87-prozent-der-menschen-in-deutschland-sind-gestresst-79addf9e77ddbbef

 
 
 

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